Wenn Sie an die ART denken, denken Sie ver­mut­lich zuerst an die Inhalte: an fundierte The­olo­gie, an die Lehre von Gottes Wort, an die Aus­bil­dung für den Dienst in Gemeinde und Mis­sion. Das ist abso­lut richtig so! Darum geht es uns in erster Lin­ie. Doch so ganz ohne Infra­struk­tur kommt auch ein the­ol­o­gis­ches Sem­i­nar nicht aus. Im All­t­ag des ART beschäfti­gen uns daher immer wieder ganz prak­tis­che Fra­gen zu unseren Räum­lichkeit­en, unser­er Tech­nik und unser­er Bibliothek.

Sollen wir in ein zen­trales, prä­gen­des, aber oft kost­spieliges und unflex­i­bles Gebäude investieren? Oder lieber auf dezen­trale, mobile Räume set­zen, die sich anpassen lassen, aber ver­mut­lich nicht zu einem iden­titätss­tif­ten­den Ort wer­den? Unsere eigene Geschichte – von der Grün­dung in Mar­burg über den Umzug nach Han­nover bis zur jet­zi­gen Heimat in Gießen – zeugt von dieser Suche.

Unsere Räum­lichkeit­en: Lern- und Begegnungsort

In Gießen besitzen wir mit­tler­weile eigene Räum­lichkeit­en im drit­ten Obergeschoss ein­er alten Stadtvil­la. Lange war dies ein ide­al­er Ort für Grup­pen bis zu acht Per­so­n­en. Doch Gott seg­net unser Werk, und die Zahl der Stu­den­ten ist mit­tler­weile auf 17 gewach­sen. Inzwis­chen find­en die meis­ten Vor­lesun­gen in den Räu­men der Beken­nen­den Evan­ge­lisch-Reformierten Gemeinde statt, weil unser Sem­i­nar­raum schlichtweg zu klein gewor­den ist.

Den­noch sind unsere Räume unverzicht­bar. Sie haben sich vom Unter­richt­sort zu einem lebendi­gen Lern- und Arbeitsmit­telpunkt entwick­elt und dienen so als Sitz unseres Sekre­tari­ats, aber auch als täglich­er Ler­nort. Einige Stu­den­ten, die vor Ort wohnen, nutzen die Räume inten­siv zum Arbeit­en und für Gemein­schaft. Sog­ar ein Über­nach­tungsz­im­mer mit selb­st­gez­im­merten Hochbet­ten – ermöglicht durch die handw­erk­lichen Fähigkeit­en unser­er beruf­ser­fahre­nen Stu­den­ten – haben wir ein­gerichtet. Ein Ort des Ler­nens im All­t­ag ist entstanden.

Und dieser Ort wird auch immer mehr zum Begeg­nung­sort. Wir laden hier gerne Gäste und Fre­unde des Werkes ein, um bei ein­er Tasse Kaf­fee Gemein­schaft zu pfle­gen und Beziehun­gen zu vertiefen.

Immer wieder stellen wir uns die Frage: Soll­ten wir nicht primär in Men­schen investieren und nicht in Steine? Dann müssen wir uns erin­nern: Gebäude haben nur eine dienende Funk­tion. Sie sind wie das Gefäß, das den kost­baren Inhalt trägt (vgl. 2. Tim­o­theus 2,20–21). Doch manch­mal lassen sich Kosten nicht ver­mei­den, um dieses „Gefäß“ intakt zu halten.

Diese Erfahrung haben wir im let­zten Jahr gemacht. Vor über einem Jahr offen­barte sich ein ver­steck­ter Wasser­schaden unter unserem Boden, der ver­mut­lich schon beim Kauf bestand. Wir sind Gott zutief­st dankbar für seinen Schutz, denn genau an dieser Stelle stand jahre­lang eine schwere Waschmas­chine, ohne dass sie in die untere Etage einge­brochen ist. Die Reparatur war aufwändig: Der Boden musste geöffnet und tra­gende Balken sta­bil­isiert wer­den. Lei­der weigert sich die Ver­sicherung bis­lang, die Kosten zu übernehmen. Im Zuge dieser Arbeit­en haben wir auch das Bad ren­oviert. Es ist nun hell, fre­undlich und funk­tion­al – doch die Handw­erk­erkosten lagen deut­lich über unseren Erwartungen.

Unsere Tech­nik: Dienst am Studenten

Eng mit dem Gebäude ver­bun­den ist die Frage nach der Tech­nik. Wir wollen zwei Extreme ver­mei­den: Tech­nikver­drossen­heit ein­er­seits und Tech­nikbe­sessen­heit ander­er­seits. Lei­t­end ist für uns die Frage: Wie kann eine tech­nis­che Errun­gen­schaft dem Studi­um der The­olo­gie dienen? Ob eine sta­bile Inter­netverbindung für Fern­stu­den­ten, eine gute Tonan­lage für Aufze­ich­nun­gen oder Präsen­ta­tion­stech­nik – diese Hil­f­s­mit­tel sind heute uner­lässlich, um die Botschaft zeit­gemäß und weitre­ichend zu ver­mit­teln. Um hier nicht den Anschluss zu ver­lieren und unseren qual­i­ta­tiv­en Stan­dard zu hal­ten, sind gezielte und regelmäßige Investi­tio­nen in diese dienende Infra­struk­tur uner­lässlich. Ver­al­tete Hard­ware und Soft­ware brem­sen nicht nur den Lehrbe­trieb aus, son­dern wer­den auf Dauer auch kost­spielig im Unterhalt.

Unsere Bib­lio­thek: Brück­en in die Welt

Nicht zulet­zt ist da unsere Bib­lio­thek. Sie ist die Brücke, die die kleine Welt der ART mit der großen Welt der The­olo­gie aller Zeit­en verbindet. Sie lässt die Stim­men der Kirchen­väter, Refor­ma­toren und zeit­genös­sis­chen Denker zu unseren Stu­den­ten sprechen. Durch weise Voraus­sicht früher­er Mitar­beit­er ver­fü­gen wir über einen soli­den Grundbe­stand. Doch die Frage heute ist nicht nur, was wir anbi­eten, son­dern welchen Zugang wir ermöglichen. Viele unser­er Fern­stu­den­ten sind nur sel­ten vor Ort. Koop­er­a­tio­nen, z.B. mit dem PRTS, die Zugang zu dig­i­tal­en Bib­lio­theken bieten, sind ein Segen, aber noch nicht die voll­ständi­ge Lösung. Wir suchen beständig nach Wegen, unseren Stu­den­ten den Reich­tum the­ol­o­gis­ch­er Lit­er­atur bess­er zu erschließen.

Unsere Bitte: Ihre Unterstützung

Ein funk­tion­ieren­des Zuhause, dienende Tech­nik und eine zugängliche Bib­lio­thek sind keine Luxu­s­güter. Sie sind die Werkzeuge, die es uns ermöglichen, unseren Auf­trag zu erfüllen: Men­schen durch das Wort Gottes für seinen Dienst zuzurüsten.

Mögen Sie uns dabei unter­stützen? Vielle­icht fühlen Sie sich beson­ders von einem dieser Bere­iche angesprochen:

  • Für das Gebäude: Helfen Sie uns, die uner­warteten Sanierungskosten zu tra­gen und unsere Räume weit­er als lebendi­gen Ort der Gemein­schaft zu gestalten.
  • Für die Tech­nik: Unter­stützen Sie uns bei der Anschaf­fung und Wartung von Tech­nik, die das Ler­nen und Lehren effek­tiv­er macht.
  • Für die Bib­lio­thek: Ermöglichen Sie den Aus­bau unseres Bestands – sowohl physisch als auch dig­i­tal – und die Verbesserung des Zugangs für alle Studenten.

Nicht nur finanzielle Zuwen­dun­gen, auch Ihre fach­liche Begleitung oder prak­tis­che Mith­il­fe sind eine wertvolle Unter­stützung für unser Anliegen. Jede Spende ist ein wertvoller Baustein für die Zukun­ft der the­ol­o­gis­chen Aus­bil­dung an der ART. Gemein­sam investieren wir in Men­schen, indem wir ihnen die Werkzeuge und den Raum geben, den sie dafür brauchen.

Her­zlichen Dank für Ihre Treue und Unterstützung!